input 2.0 | 16.12.2007 |
ideen über coolere eingabegeräte und -methoden
1. anpassbare eingabeschnittstellen
heutige tastaturen mögen viele verschiedene sondertasten haben, doch das prinzip ist bei allen gleich und öde: eine taste hat eine aufgabe | mit der taste "L" meint allermeistens "L", nicht etwa "Я", "übertakte die grafikkarte" oder "spiele die heidi-titelmelodie" | man umgeht diese einseitigkeit damit dass man irgendwelche tastenkombinationen definiert und den tasten "F1" bis "F256" eine halbwegs sinnvolle funktion gibt | doch all diesen kram muss man sich umständlich merken | der tastatur sieht man diese funktionen nicht an
ein interessanter prototyp dieser eines anpassbaren eingabegerätes ist das optimus-keyboard | schnell wird deutlich dass die grenze von toolbar-buttons (symbolleisten-knöpfen) und tastatur-tasten eingentlich nutzlos ist | der einzige grund warum man auf ein symbolleisten-symbol klickt ist dass man sich diese grausigen tastenkürzel nicht merken kann | mit der maus hätte man wahrlich wichtigeres zu tun und um dem platz auf dem bildschirm ist es auch schade..
stell dir einfach mal vor du hättest zu deinem lieblingsprogramm toolbars mit allen funktionen vor deinem bildschirm herumliegen, klingt das cool? ofkors
2. berührungsempindliche oberflächen
noch um einiges weiter kann man es treiben statt bildschirmtasten touchscreens verwendet |
und durch eine mir unbekannte techik gibt es multi-touch-screens die inzwischen auch fähig sind mehrere berührungen separat aufzunehmen können
ich glaube dass sich e-paper als darunterliegende anzeige für dieses 'touchboard' gut eignen würde, da es hohe auflösungen unterstützt, hohen kontrast bietet und gerade bei standbildern sehr niedrige energieaufnahme hat
hier eröffnen sich die möglichkeien der fließenden übergänge:
slider (schieberegler) für normale hinterkommazahlen | schrollleisten und 'scroombars' (kombination aus scrollleiste und zoomfunktion, oft im videoschnitt und anderen zeitleisten verwendet) | winkel-einsteller | regler die nach dem jog- und shuttle-prinzip (eine bewegung des jog bewegt den wert im gleichen maße, wie ein mauszeiger zur maus | das shuttle 'dreht' eine geschwindigleit mit der der wert kontinuierlich steigt/sinkt, mit der man sozusagen 'spult' | auch das ist im videoschnitt haufig und auch an vielen anderen stellen nützlich und intuitiv)
sogar 2-dimensionale sliders, jogs und shuttles sind möglich und (zum besipiel beim scrollen in großen bildern) sinnvoll
das nintendo ds und apple's iphone zeigen wie interessant man berührungsempfindliche oberflächen und displays benutzen kann
welche interessanten möglichkeiten so ein touchboard bieten würde sieht man auch darin dass man z.b. eine klaviatur anzeigen lassen kann
was noch etwas fehlt ist das physikalische feedback, wie man es bei einer richtigen schreib- oder klaviertatstatur hat | eine gute lösung währen geprägte oder angerauhte folien zum auflegen
das man aber auch ohne starre abgestufte tasten viele interessante dinge machen kann beweist das musikinstrument continuum
3. die befreiung der hände
computermäuse verfolgen ein anderes konzept als tastaturen und amaturen | sie ist weniger eine anordnung fester bedienelemente als vielmehr etwas das die bewegungen der hände in einen computer kopiert | die maustasten sind weniger steuerknöpfe als eine abstrahierung der finger auf ein bit das unterschiedliche funktionen erfüllen kann..
um mäuse zu ersetzen halte ich touchpads für eher ungeeieget | und auch das auf-den-blidschirm-drücken ist manchmal einfach unpraktisch weil man den kram dann mit deinen händen verdeckt | stell dir vor du würdes ein grafikprogramm mit den fingern benutzen..
das beste was einer maus passieren kann sind mehr freiheitsgrade und damit währe der erste schritt getan: die 3d-maus oder auch cyberpuck |
was man mit der dritten dimension anstellt? | nun erstmal kannst du deine hand genauso bewegen wie den cursor auf dem bildschirm | außerdem benutzen 2-dimensionale benutzeroberflächen schon seit ewigkeiten eine tiefenmethaphern für dinge die 'übereinander' liegen, z.b. fenster | stell dir mal vor du würdest ein fenster oder ein objekt einfach anpacken können und könntest es, während du es bewegst nach 'vorn' und 'hinten' ziehen | viele bildbearbeitungs- und grafikprogramme benutzen 'ebenen' zwischen denen du nun hin und hergleiten kannst | gleiches gilt für die seiten eines dokuments oder für die schlüsselbilder einer tween-animation
was man 'vermissen' würde währe sicher das bekannte maus-hochheben-und-absetzen (wenn das mauspad oder der arm an seine grenzen geraten), das ganze lässt sich allerdings mit einem bit übergehen, das besagt "ignoriere alle bewegungen" praktischerweise könte man diese information mit einer kleinen taste an der maus geben..
als nächstens währen die neigungen (rotationen) der 'maus' (bzw des pucks) dran | joysticks und lenkräder funktionieren genauso, auch wenn sie gewöhnlich nur 1 oder 2 rotations-freiheitsgrade bieten .. | davon abgesehen dass man 3d-modelle so prima rotieren kann, kann man damit auch noch scrollen, zoomen oder sie als gesten verwenden (z.b. für das vor- und zurücksprimgen in der history)
zu guter letzt die finger, dafür erweitere ich mal die 3d-maus zu einer art datenhandschuh/cyberglove, etwa sowas | die sind bei den meisten nicht all zu gut unabhängig voneinander koordinierbar (bis auf den daumen, falls man den dazuzählt) | das kann man allerding einerseits super mit so einem handschuh üben und andererseits kann man mit den fingern noch etwas anderes: gestikulieren | um eine handgeste sicher zu erkennen braucht man vieleicht ein kleinwenig ki, aber es lohnt sich, denn damit kann man werkzeige, wie sie in diversen programen vorkommen einfach dadurch wechseln das man die geste seiner finger ändert
4. daumen hoch!
daumen sind cool, sie besitzen das einzige sattelgelenk des menschlichen skelletts und haben in kombination mit den 2 scharniergelenken einen ziemlich großen und präzisen bewegungsradius
besonders mobile computer (spielkonsolen, telefone, musikplayer) nutzen daumen ziemlich intensiv | man kann damit knöpfchen drücken, richtungen per steuerkreuzen und 'analog'-sticks angeben und trackballs herumrollen
apple hat in seinen ipod-s schon lange das mechanische rädchen durch ein touchpad ersetzt | und ich glaube das man mit einen touchpad auch fast alles andere ersetzen kann
das "daumenpad" was ich skizziert habe hat zusätzlich 9 leds im hintergrund | damit kann man anzeigen in was für einem modus sich das pad gerade befindet | möglich währen z.b. auch dinge wie eine 1d-jog/shuttle-kombination ein 2d-jog (wie ein trackball) oder ein 2d-shuttle (wie ein analog-stick), eine 'kurbel' (wie im ipod), ein steuerkreuz oder 9 einzelne 'knöpfe' | und touchpads und vollfarb-led-s dürften billig genug sein um sie in sie in allen möglichen kleinkram reinzubauen
5. patente stinken
ich weis garnicht wieviel dieser ideen in irgendwelchen patentämtern herumliegen und der 'besitzer' alle die es umsetzen wollen ausquetscht wie marionetten | viele eingabegeräte sind teure nischenprodukte trotz ihres eindeutigen potenzials
patente verhindern innovation und gehören deshalb ignoriert, zerschwarzmarktet, abgeschaft und vergessen
--marti
all rites reversed: text und bilder bedingungslos frei
crosspost auf grün-grau-rot
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Interessanter Artikel, eine bessere Ergonomie bei den Eingabegeräten ist längst überfällig.
Allerdings sollte auch Text ergonomisch gestaltet werden. Dazu ist im Deutschen die Groß- und Kleinschreibung essentiell, ein ausreichender Kontrast zwischen Schrift und Hintergrund (Am besten schwarz auf weiß), Rechtschreibung und ein Punkt am Ende des Satzes (Wieso um alles in der Welt sollte man vertikale Striche stattdessen benutzen?).
So interessant der Beitrag auch war, er war anstrengend zu lesen.
Was die vertikalen Strichen angeht muss ich mich absolut anschließen. Warum benutzt du die statt einem Punkt? Weil man Punkte zu leicht übersieht? Dann mach doch lieber Ausrufezeichen oder etwas dergleichen, denn die Pipe verwechselt man unter Umständen mit einem kleinen "L"...
Und boah ja, 371.40 € ist echt ein stolzer Preis...
Also der Inhalt ist ja ganz in Ordnung. Aber die Schriftformatierung habe ich so auch noch nicht vor meine Linsen bekommen. Alles klein (gibt es auch im englischen nicht!) und Vertikalstriche als Satztrenner. Lustig - aber sehr schwer zu lesen.
Klärst du uns über die Gründe dieser Art und Weise auf?
@all
sorry wenn es schwer zu lesen ist mit meinen satztrennern |
mir ist in der tat noch kein besseres zeichen dafür untergekommen |
ja einen punkt kan man liest übersehen
@Anja
naja im englischen gibt es auch so eine irrsinnige rechtschreibung.. ;) |
ich mache das sicher nicht weil es englisch aussehen soll |
@sniker
hmm ein ausrufezeichen.. is ne idee.. mal sehen
und soweit ich weis soll der preis eher um die 900 EUR (hab hier kein euro-zeichen an der dreckskiste) sein
Ja, ich die Tastatur ist ab 371.40 € zu haben. Dann ist aber nur die Leertaste dynamisch. Für eine komplett anpassbare Tastatur muss man dann doch etwas tiefer in die Tasche greifen: Es gibt 4 verschiedene Konfigurationen. Wenn man die haben will, wo alle Tasten dynamisch sind kostet es schon schlappe 1256.86 €!
Zitat:
sorry wenn es schwer zu lesen ist mit meinen satztrennern |
mir ist in der tat noch kein besseres zeichen dafür untergekommen
Das entscheidende am Punkt ist, dass er eine Lücke erzeugt zwischen Satzende und Satzanfang. Kombiniert mit einem großgeschriebenen Satzanfang, wie es selbst die Engländer zu schreiben pflegen, entsteht ein für den Leser angenehmes Schriftbild. Das ganze ist natürlich rein konventionell, aber jeder der zur Sprache greift, sollte neben den sprachlichen Konventionen die der Syntax nicht vernachlässigen.
Es hängt einfach davon ab was man durch sein Schriftbild erreichen will. Will man besonders hip erscheinen oder dem Leser einen Gefallen tun? Will man gelesen werden oder nicht...
Probier doch mal die Schriftfarbe etwas heller zu machen, dann sieht man vielleicht auch die Punkte besser.
@deboerk: (weil du's bist diesmal mit fitzelpunkten ;) )
naja das mit der farbe hat ach mit deinem monitor zu tun.
auf allen monitoren auf denen ich es bis jetzt angesehen habe ging es gut. (und das waren viele :P )
naja ich habe es jetzt ein ganzes stück heller gemacht, aber ich find's jetzt fast schwerer lesbar..
ich bin auch sehr weit davon entfernt im konventionellem sinne hip sein zu wollen.
es ist eher so das ich mich intensiv mit sprachen beschäftige und im großen und genzen meistens unzufrieden bin und am besten alles neu mache ^^ .
einer der nachteile dieser satzpunkte ist die kombinierbarkeit mit anderen sonderzeichen wie zum beispiel grad mit dem ^^-smiley
aber sei unbesorgt, ich sitze schon eine weile an einem eigenen alphabet, dann gibt es keine verwechslungen mit "L"s mehr ;)
nachtrag: auf grün-grau-rot gab es den text übrigens auch schön grau auf weiß ;)
Zitat:
naja das mit der farbe hat ach mit deinem monitor zu tun.
Jo, bei mir war's gut zu lesen.






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sniker
Dieses Optimus-Keyboard ist wirklich mal eine super Idee!