das die CDSU gerne alles wiederhätte was mindestens 100 jahre vorbei ist ist ja nix neues.. neu ist mir allerdings das sie dabei auf spreeblick beifall bekommen. auch die begründung hört man nicht jeden tag: "es kann ja nix schaden".
etwa die hälfte seines eintrags zu frage ob deutsch ins grundgesetz gehört erklärt Frédéric Valin das er an dem vorhaben nichts schädliches finden kann. interessanterweise scheint das dann gleich ein guter zu grund seinn es zu einem gesetz zu machen..
mit dieser begründung würde wohl auch der satz "pudding ist eine schmackhafte hellgelbe pampe" ins grundgesetz kommen. weitere bekräftigung scheint ihm zu geben das ja auch die nationalfarben im grundgesetz stehen.
in der tat denke ich das viel bestenfalls überflüssiger kram im grundgesetz zu finden ist. allerdings auch viel was sich als missbrauchbar erwiesen hat, als beispiel nenne ich mal den gottesbezug und den "schutz der familie".
das gott doch manchmal auch ein netter typ zu sein scheint, familien niedlich sind, pudding gut schmeckt und man sogar mit schwarz-rot-gold irgendetwas hübsches malen kann mag ja sein. aber in gesettzen stehen keine beliebigen beobachtungen sondern befehle. und wer trotz freiheitlicher gesinnung glaubt das man solche 'nunmal' brauche, sollte doch zumindest eingestehen das man mit soetwas sehr vorsichtig sein sollte.
Frédéric erzählt dann später das die deutsche sprache im grundgesetz der 'intergration' irgendwie helfen kann, begründet es aber nicht, weswegen ich dazu nur mein unverständnis ausdrücken kann..
soviel zum grundgesetz, jetzt mal was zur deutschen sprache: diese bedarf meiner meinung nach eine ganze menge entwicklung und auslese.
ob nun abstruse fall-regeln, zerbeugen von verben, ein grammatikalisches geschlecht (das sogar gegenstände genitiert) und nicht zuletzt eine immernoch verbesserbare rechtschreibung.
diese dinge sind sicherlich hinderlich für die kommunikation, und wer glaub das ihm die sprache noch nie in die quere gekommen ist, der sehe sich mal die an die die sprache noch lernen.
und vielleicht noch etwas dazu das es in frankreich solche gesetze gibt: guckt euch mal die rechtschreibung an.. ich halte es für wahrscheinlich das diese sprache sich schneller entwickelt hätte wenn man nicht einen solchen sprachprotektionismus betreiben würde.
ich hielte es sicher auch für eine dumme idee, zu versuchen scheinbar bessere sprachmerkmale gesetzlich herbeizuregulieren, an der rechtschreib-'reform' sieht man das das nur suppe wird.
mit guten perspektiven in aussicht wird die eigene sprachweise irgendwann so nervig, das man es sein lässt..
der staat sollte, wie üblich in selbstorganisierenden phänomenen einfach mal die klappe halten
ich empfehle jeden der sich dafür interressiert sich einmal lojban oder andere auxlangs anzusehen. die sind sicherlich auch nicht perfekt, zeigen aber das potenzial und perspektiven.
wer sich in unbekanntes terrain wagt kann neue ressourcen finden. wer nur sprachinzest betreibt muss auf mutation hoffen.